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Donnerstag, 20. Juli 2023

Stricknadelgeklapper

 Hallo ihr Lieben,

ich hoffe es geht euch allen gut, habt vielleicht schon Urlaub und könnt ein paar schöne Tage genießen. Wir hatten am Wochende endlich mal kräftigen Regen, unsere Zisterne ist gut gefüllt, so dass wir auch ohne schlechtes Gewissen unsere Blumen und Tomaten gießen könne. 
Mittlerweile haben wir die ersten geerntet und sie sind echt lecker, einfach so vom Strauch weg, ab in den Mund - perfekt.

Heute gibt es ein neues Stricknadelgeklapper, denn meine Stricknadeln haben ordentlich geklappert und einiges ist fertig geworden. Das letzte Mal hatte ich euch am 15. Mai gezeigt was angeschlagen war, heute kann ich euch die fertigen Modelle zeigen, auch wenn sie schon ein bisschen länger her fotografiert wurden.

Der Slipover für meine Tochter war das Erste was fertig wurde.

Grundidee für die Passform stammt von Drops Design

Dieser Slipover ist nur von der Grundidee nach einer Vorlage gestrickt, so habe zb den Slipover nicht in zwei Teilen gestrickt, sondern nach dem Bündchen in die Runde genommen und in Runden bis zu den Armen  weiter gestrickt. Das Lacmuster vorne in der Mitte hat sich meine Tochter aus einem Musterbuch ausgesucht.
Die Armausschnitte und der V-Ausschnitt sind dann wieder nach der Vorlage gearbeitet. Das Lacemuster hab ich aber nach eigener Idee oben weiter geführt.


Das Bündchen hab ich zweigeteilt, das gefällt mir sehr und lockert das Ganze noch mal ein wenig auf. Zusätzlich hab ich an den Seiten ein paar Rechts/links rippen langlaufen lassen. Damit hab ich zusätzlich eine provisorische Seitennaht.

Gestrickt ist dieser Slipover aus Drops Baby Merino, Farbe 17 Beige, gestrickt mit Nadel 3,5/ US 4.
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Ein weiterer Anfang vom letzten Mal ist ebenfalls fertig, das Malahia Tuch für meine Tochter

Malahia Tuch @feinmotorik.blogspot

Im Rahmen des Tahiti KAL wurde dieses Tuch in 4 Abschnitten gestrickt. Und es hat mir großen Spaß gemacht. Die einzelnen Abschnitte haben sich zum Ende hin zwar ziemlich gezogen, aber ich bin selbst begeistert.


Toll und interessant find ich an diesem Tuch die untere, querlaufende Musterborte. Sowas hab ich bisher noch nie gestrickt, ging aber richtig gut und leicht zu arbeiten.
Und lustiger Weise - ich hab das Tuch aus einem Bobbel gestrickt und nach oder mitten in einem Mustersatz hat sich die Farbe verändert, bis zur unteren Borte, da kam der dunkelste Abschnitt, als müsste es so sein.

verstrickt habe ich hier einen Bobbel, 4 fädig von 100farbspiele, gestrickt mit Nadel 3,0 /US 2,5
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Ganz frisch erst am Wochenende von den Nadeln ist mein neues Shirt.

Shirt Cercis @Marie Amelie Deigns

Das Shirt hat mir gleich gut gefallen, mag ich doch gerne so kleine Extras, wie in diesem Fall das Lace, dass sich vom Hals bis in die Ärmelchen zieht, aber nicht nur das, auch am Körper an den Seiten.


Es ist luftig leicht und lässt sich toll tragen. Und ich hab zum Ersten Mal ein Leinengemisch verstrickt. Die Wolle ist sehr dünn und ich war am überlegen ob es zu durchsichtig wird, aber nein - es geht.

Verstrickt habe ich die Tynn Line von Sandnes Garne, Verbrauch gerade mal 4 Knäuel, gestrickt mit Nadel nr 3/US 2,5.

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Und zu guter Letzt noch all die Socken der letzten beiden Monate die mir noch zusätzlich nebenbei von den Nadeln gehüpft sind.

Bild links - einfache Kindersöckchen aus Ostereier gefärbter Wolle
Bild Mitte "Die Schiefe Socke von Pisa"
Bild rechts "The Mirage"

Bild Links "Herbstwellen"
Bild rechts oben "Paddington Station Socks"
Bild rechts unten "Athos"

Mit Ausnahme der Socken "Athos" sind alle für die Spendeaktion "Onkosöckla bunterkunt", eine Atkion die Socken sammelt für die Kinder und junge Erwachsene Onkologie.
Socken laufen immer so nebenbei, kann ich gut überall mit hinnehmen, und ich möchte mit meinen Spendensocken anderen gerne eine Freude machen.
Die nächsten sind auch schon auf den Nadeln.

So ihr Lieben, das war es heute, es hat ordentlich geklappert, aber von Mitte Mai bis Mitte Juli ist ja auch genügend Zeit 😉

Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit, bis bald,
Martina

Montag, 15. Mai 2023

Stricknadelgeklapper

 Hallo meine Lieben 

Ich hoffe es geht euch gut und ihr hattet einen schönen Muttertag - ich habe ihn in aller Ruhe, ohne Stress und viele Besuche - verbracht. Die Zeit mit meinen Lieben genossen und natürlich meinem Hobby nachgegeben.

Heute möchte ich euch endlich den schon etwas länger fertigen Sweater meines Sohne zeigen. Er hat ihn schon ein paar mal getragen, besonders nach einem Match Beachvolleyball, wenn es dann plötzlich regnete, hat er die Wärme des Pullis richtig genossen.

Alpenglow II @Andrea Mowry

Gestrickt habe ich ihn aus einer Pure Merino 100% Merino extrafine, von mir nach Wünschen meines Sohnes handgefärbt.
Ich habe aber ein bisschen was geändert. Eigentlich sollte der Pulli allover mit einem kleinen Würfelmuster gestrickt werden, welches nach der Passe (in meinem Fall ab dem grünen kleinen Muster zu sehen) gestrickt werden soll, das hat aber uns beiden nicht gefallen. Also habe ich meinem Sohn den Vorschlag gemacht, bis zum Ende der Passe noch mal Muster einzustricken, den restlichen Pulli dann ohne Muster und nur vor den Bündchen noch einmal den oberen Anfang einzustricken.
Was soll ich sagen - er war sofort von der Idee begeistert, die Umsetzung hat prima gekappt und am Ende konnte er es kaum noch erwarten, den fertigen Pulli endlich anziehen zu können.

Und noch etwas ist fertig geworden in den letzten Wochen - jede Menge Socken



Gleich drei paar sind für meine Tochter bestimmt - die rechts oben, die links unten und die rechts unten, die anderen drei wandern in die Spendekiste für die Organisation "Onkosöckla bunterkunt". Da hier socken in allen Größen von 22-45 gesucht werden, kann ich mich austoben.
Achja, die Socken oben rechts - sind mit Ostereierfarbe gefärbt. Habe ich zum ersten, aber nicht zum letzten Mal gemacht. So zwischendurch immer mal wieder kann ich da gut experimentieren.

Und dann kann ich euch zeigen, was ich gerade auf den Nadeln habe - außer Socken.
Zum einen hat sich meine Tochter einen Slipover gewünscht, auch ein Modell, sowie Farbe und Wolle war schnell gefunden. Gestrickt bis unter die Arme war es auch schon, jedoch hatte es keinen schönen Sitz, also wieder aufgeribbelt und nach einem anderen Modell gesucht.

Slipover aus Baby Merino in der Farbe Beige (auch wenn es hier viel 
dunkler erscheint, ist es ein schöner braunton)

Grundlage für diesen Slipover ist ein Muster von Dropsdesign, wobei ich hier viel nach eigenen Ideen arbeite. So habe ich zb das Bündchen geteilt, und hinten etwas länger gestrickt. Auch kommt vorne mittig ein Zopf/Lochmuster rein, welches sich meine Tochter aus einem Buch ausgesucht hat.
Dieses Teil hat keine Priorität, also nadele ich immer wieder mal dran.

Das Zweite was ich auf den Nadeln habe ist ein Tuch, was schon bald fertig werden soll.

Tuch Maluhia @feinmotorik.blogspot.com + Schachenmeyer

Der Tahiti-Kal hat mich in diesem Jahr mal  wieder gelockt und ich hab für meine Tochter ein Tuch angeschlagen. Ich stricke es mit einem 4fädigen Farbverlaufsbobbel, und ich bin begeistert. Allein die Wolle ist herrlich, hat sie doch einen dezenten Farbwechsel, so dass die einzelnen Abschnitte nicht zu krass sind.
Der letzte Abschnitt wurde nun auch veröffentlich, und es ist eine neue Herrausforderung für mich, denn es wird ein Muster unten quer angestrickt, das habe ich bisher noch nie gemacht. Aber das ist auch das schöne, dass man immer mal was neues lernt.
Dieses Tuch wird auch jetzt im Focus stehen, denn ich möchte es gerne fertig haben, bevor ich ein neues anschlagen will.

Zum Ende meines heutigen Posts möchte ich euch noch ein klein wenig Geschichte unserer Stadt erzählen. Vor ein paar Jahren wurden bei uns in der Stadt bei Ausgrabungen Reste einer alten "Kaiserpfalz" entdeckt.

Kaiserpfalzruine

Ja, genau, Kaiser Barbarossa hat im 12. Jahrhundert eine Burg als Wehr- und Verwaltungsburg bauen lassen. Als Verwalter für diese Burg wurde Gotfried von Lutra als Burgverwalter eingesetzt.
Barbarossa und sein Sohn Heinrich VI waren oft hier zu Besuch, aber auch sein Enkel Friedrich II war zwischen 1214 und 1220 regelmäßig in der Kaiserpfalz.

Nordseite

Dieser lies auch 1234 die Anlage umgestalten und hielt hier seinen Hoftag ab.
Auch König Richard heiratete hier seine Braut Beatrix von Valkenburg in einer Doppelkapelle der Burg.
1357 wurde die Kaiserpfalz dann an die Kurpfalz verpfändet.


Pflazgraf Johann Casimir ließ zwischen 1570 und 1580 in unmittelbarer Nähe der Burg ein Renaissanceschloss bauen, (von dem es heute noch noch den "Casimirsaal" gibt, in dem es noch heute viele Ehrungen und kleine Veranstaltungen gibt.)
1703 setzten die Franzosen das Schloss in Brand und sprengten es schließlich.

1714 wurde die Kaiserpfalz zu einer einfachen Jagdschloss umgebaut, und diente als Verwaltungssitz, bis es 1792 erneut niedergebrannt wurde.
1804 wurde es notdürftig erneut aufgebaut.
1813 wurde die Anlage an die franz. Verwaltung versteigert und teilweise abgebrochen und massiv umgestaltet.
1820 wurde dann die Nordwestecke komplett abgerissen, und 1842 dann auch der südöstliche Teil.



1959 bis 1964 gab es schon die ersten Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten. doch beim Bau des Rathauses 1968 wurden Teile der Kaiserpfalz und des Schlosses unwiederbringlich zerstört.
(Quelle Wikipedia)

Die Anlage steht heute unter Denkmalschutz, die Stahlwände und Träger sollen wohl die Äußeren und Oberen Begrenzungen der Burg  darstellen. 
Man kann an manchen Stellen durch die alten Gemäuer gehen, auch hat man unterirdische Gänge gesehen, die oft zu Führungen besucht werden.

Nun - das war ein bisschen geschichtliches aus meiner Stadt, ich hoffe es hat euch nicht gelangweilt.

Nun wünsche ich euch eine schöne Woche,
bis Bald, Martina