Freitag, 8. November 2019

Altes und Neues Gestricktes

Zur Zeit haben wir richtiges Herbstwetter, eigentlich zu warm für November, aber das ist mir grad Recht. Es regnet immer wieder und das ist auch gut so, die Natur braucht es dringend.
Aber wenn dann so Tage dabei sind, an denen die Sonne scheint, dann geht es einem richtig gut.

Bei mir glühen im Moment die Stricknadeln.
Ich liebe es, mich mit einem Kaffee oder Tee und meinen Stricksachen auf die Couch zu setzen und einfach drauf los zu nadeln. Und so werden dann einige Teile fertig und neue fangen an.

Aber vor dem Neuen kommt erst mal das Alte.
Ich hatte euch versprochen Tragebilder vom Tuch Fische Frizzante zu zeigen.
Hier ist es - in einer stattlichen Größe von 200x85cm.
 Meine Tochter liebt es, die Wolle ist schön weich und durch die Größe bietet es ihr viel Tragemöglichkeiten.
 Gestrickt habe ich es nach einer gekauften Anleitung mit einem Bobbel von 320g und 1200m Lauflänge von 100Farbspiele.

Und nachdem das Tuch fertig war, hab ich mir dann eine Anleitung gegönnt, die mir schon länger sehr gut gefällt. "Zweig" Sweater von Caitlin Hunter.
Dieses Model wird ein Sweater für meine Tochter.
Und ich stricke es schon zum zweiten Mal. Zuerst hab ich nach allen Angaben in Größe M gestrickt, aber bei der ersten Anprobe war der Halsauschnitt zu weit und hat sich nicht schön angelegt, das Bündchen oben stand einfach ab. Also wieder alles aufgetrennt und neu begonnen. Dieses mal habe ich den Hals in Größe S begonnen und war beim ersten Chart durch entsprechende Zunahmen wieder bei Größe M. Perfekt.
 Gleich zweierlei ist Neu für mich, denn es ist meine erste englische Anleitung nach der ich stricke und mein erstes Colorwork. 
Früher hab ich schon Muster in Norweger gestrickt, da wird der Faden ja immer wieder eingewebt, Hier laufen die Fäden hinter der Arbeit, und das will erst mal gelernt werden, denn stimmt die Fadenspannung nicht, sieht auch das Muster nicht schön aus.
Aber ich bin erstaunlicherweise sehr gut damit klar gekommen. Und es macht richtig Spaß daran zu stricken.
Allerdings kommt jetzt eher der langweilige Teil, es wird nur noch rechte Maschen geben.
Aber auch das wird wachsen.
Vor den Bündchen als Abschluss möchte ich noch mal einen kleinen Colorworkteil einarbeiten, und meine Tochter kann sich aussuchen welches der beiden schmalen Teile es sein soll.

Ich stricke diesen Sweater nicht mit den angegebenen Wollen der Anleitung, sondern habe aus meinem Stash ein Baumwollgarn von Drops Design gewählt und mir dazu passend ein handgefärbtes Garn gekauft.
Auch meine liebe Freundin Manuela strickt das gleiche Modell, allerdings in anderen Wollen, und Farben und ich gehe jetzt mal schauen, wie es bei ihr aussieht.

Habt ein schönes Wochenende und lasst es euch gut gehen.

Bis bald, eure Martina

Dienstag, 29. Oktober 2019

Stickfortschritte und lieber Besuch

Traumhaftes Wetter hatten wir gestern, zwar nur 5°C warm, aber Sonnenschein und blauer Himmel.
 So kann man den Herbst genießen.

Heute wollen euch Manuela und ich den letzten Teil unserer gemeinsamen Stickarbeit "Farmhouse Christmas" von LHN zeigen. Allerdings bin ich bisher nur mit dem Sticken fertig geworden.
Aber ich hab eine Entscheidung für die Endverarbeitung getroffen,
so dass ich euch heute zwar das Stickmotiv aber noch nicht das Endresultat zeigen kann.
"Baa Baa Black Sheep" ist der letzte Teil dieser Serie.
 Und so sieht jetzt die ganze Farm aus - herrlich oder? 
Ich habe jeden Abschnitt sehr genossen.
 In den nächsten Tagen werde ich es dann ganz fertig machen, so dass ich euch Ende November das Endresultat präsentieren kann.

--------------
Das eine ist fertig, das andere erst angefangen.
So beim "Christmas Garden" von Blackbird Design. Manuela und ich sticken es zwar gemeinsam, aber jede für sich einen Teil unseres SAL. Und bei meinem Anfang hatte ich die Möglichdkeit, darüber, daneben oder darunter auszuwählen - ich hab mich für darüber entschieden.
 Und beide Teile sehen nun so aus.
 Ich bin jetzt schon ganz begeistert von dieser Arbeit und freue mich schon auf den nächsten Teil.
Welchen Sticke ich wohl - darüber, daneben, darunter? Geduld, Geduld.

--------------
Und dann hatte ich mal lieben Besuch letzte Woche.
Schon länger hat sich kein Eichhörnchen mehr in unserem Garten gezeigt. Aber was sich da getummelt hat - Großartig, Gleich zwei hab ich gesehen, auch wenn ich nur eines fotografieren konnte.
 Entschuldigt bitte wenn manche Bilder ein bisschen trübe aussehen. Ich musste es durch die Fenster aufnehmen, sonst wäre es sicherlich gleich wieder weg.
 Nachdem es sich eine Zeitlang an den Sonnenblumenkernen bedient hatte, ist es noch fröhlich durch meinen Vorgarten.

Auch hier ist es durchs Küchenfenster fotografiert. Leider lässt dann gerne die Bildqualität nach, aber ich denke ihr könnt sicherlich gut erkennen,

Jetzt werde ich noch ein zwei Tage meinen Arm schonen, bevor ich dann am Sweater meiner Tochter weiterstricken kann. Das Tuch ist fertig und es ist mein erster Colorworkpulli auf den Nadeln.

Habt noch eine schöne Woche,

eure Martina

Samstag, 26. Oktober 2019

Waldspaziergang

Diese Woche hat mich das milde Wetter aus dem Haus gelockt.
Ich musste zum Briefkasten und da auch unser Wald ganz in der Nähe ist, hab ich mir gedacht - ich nehm meine Kamera mit und geh mal eine Runde in den Wald.

Also bin ich einen Weg gegangen, den ich zuletzt vor über 25 Jahren gegangen bein. Damals hab ich noch zu Hause gewohnt und hatte einen Hund mit dem ich unterwegs war.
 Jetzt ist ja auch die Zeit der Pilze und das warme und dann nasse Wetter lässt sie regelrecht aus der Erde schießen. Aber ich sag es vorweg - ich hab keine mitgenommen.
Zum einen hatte ich kein Körbchen dabei, wollte ja nur ein bisschen spazieren gehen.
Zum anderen sind auf diesem Weg den ich gegangen bin auch viel Hunde unterwegs.

Ein bisschen überrascht war ich, noch so viele grüne Blätter zu sehen.
Dieser Wurzelstock lag vor 25 Jahren schon - umgefallen nach einem Sturm, ist sein Wurzelwerk komplett mi Moos bedeckt.

Überall liegen abgebrochene Zweige, natürliche Forstung nennt man es glaube ich, wenn man der Natur seinen Lauf lässt. Sicherlich nicht immer schön anzuschauen, aber trotzdem hat es seinen Sinn.
Vor allem bietet es ja auch den Kleintieren Unterschlupf.
 Hier ging früher der Weg direkt gerade aus, jetzt haben die Farne ein bisschen den Weg vorgegeben. Dazu kommt, dass man einen Rundwanderweg um unseren Ort angelegt hat, der hier im Vordergrund ein wenig zu erkenne ist. Man nennt ihn den "Kerscheknabberweg" - ich kann es gar nicht richtig ins Hochdeutsch übersetzten. Kirschen haben etwas mit dem alten Dorf vor 100 Jahren zu tun. Da gab es eine Allee voller Kirschbäume, und weil man damals einfach so hingehen und sie essen, vernaschen und ernten konnte, hat sich dieser Begriff "Kerscheknabber" dann entwickelt und hält bis heute.
Die Alle gibt es aber nicht mehr.
 Ich bin dann weiter meines Wege - überall liegt laub und man kann seine Spuren hinterlassen. Am Ende des Weges geht es dann runter. Wir liegen ja etwas höher als unsere Stadt. Von hier aus kann man bis zur Stadt runterlaufen, das sind gut 3,5km.
 Diese alte Bank steh auch noch, und sieht sogar gut gepflegt und nicht verwildert aus. Wenn man auf ihr saß hatte man einen herrlichen Blick. Heute sieht man nicht mehr so viel und so weit, die Bäume versperren ein bisschen die Sicht. Ist aber auch OK. Man sollte deshalb keine guten und gesunden Bäume fällen.

 Entlang des Weges gibt es auch immer noch den Waldspielplatz,  der war von uns aus schnell zu erreichen. Und zu meinem erstaunen ist er auch relativ sauber und gepflegt. Sogar einen neuen Kletterbereich gibt es. Früher war es - was man jetzt links auf dem Bild sieht - nicht so mit Bäumen und Sträuchern zugewachsen.  Dadurch haben sich dann manche Anwohner die genau an der Waldgrenze gewohnt haben, über die Lautstärke aufgeregt.
Heute ist der Platz zu den Häusern hin etwas mehr bewachsen.
 Auch im Nadelwaldbereich liegen viele abgestorbene Äste. Und auch hier lässt man der Natur ihren Lauf. Natürlich sind schöne Wälder etwas fürs Auge, aber ich sage mir auch - solange ich auf den Wegen gut spazieren gehen kann, soll die Natur ihren eigenen Weg gehen. Man darf nicht immer in die Natur eingreifen nur weil der Mensch meint es müsst so oder so sein.

Und dann hab ich doch tatsächlich noch ein Schafherde entdeckt. Früher standen auf diesem eingezäunten Wiesenstück auch schon Pferde, dann immer mal wieder Schafherden. Aber auch viele Jahre nichts mehr und man hat das ganze Stück ein bisschen verkommen lassen.
Wie sehr hab ich mich da gefreut wieder eine Herde zu entdecken.
Ihr Lieben, ich hoffe ich habe euch mit meinem kleinen Waldspaziergang nicht zu sehr gelangweilt. Aber ich habe den Morgen im Wald sehr genossen, auch wenn ich nur 1h unterwegs war, die Luft war herrlich, es war so schön ruhig, außer Vogelgezwitscher war nichts zu hören.
Kein Mensch außer mir unterwegs. Einfach herrlich.

Solche kleinen spontanen Auszeiten sollte man sich öfter gönnen.
Also geht raus in die Luft, in den Wald, an den See und genießt einfach ein bisschen Zeit mit Nichts tun.

Ganz liebe Grüße an euch,

eure Martina


Samstag, 19. Oktober 2019

Mit den Stricknadeln geklapptert

Der Herbst ist in diesem Jahr schon verrückt - so warme und milde Temperaturen Mitte Oktober,
ein Wechselspiel zwischen Regen und Sonne - wie im April.
Ich glaube man erkennt den Herbst auch nur daran, dass er das Laub in die tollsten Farben färbt. Herrlich bunt sieht es im Moment aus.
Bisher mussten wir dank der milden Temperaturen auch noch keine Heizung anschalten.
Und was macht man bei so wechselndem Wetter, wenn man nicht  groß raus kann?
Stricken.
Ich hab meine Stricknadeln kräftig arbeiten lassen.
Im Sommer hatte ich mir ja einen Bobbel vom Oppenheimer Wollfest mitgebracht, von dem sich meine Tochter ein Tuch wünschte. Ich habe auch ganz schnell eines gefunden und über die letzten Wochen immer wieder daran gestrickt.
Am Anfang geht es ja ganz schnell, aber dann - wenn so viele Maschen auf der Nadel sind - dann braucht man für ein paar Reihen schon einen ganzen Abend.

Aber hier erst einmal die Bilder.
Ich sricke das Tuch "Fische Frizzante" - eine Kaufanleitung über Ravelry.
 Lasst euch von den Farben auf den Bildern nicht irritieren, das obige ist schon ziemlich genau in den Farben.
Der erste Abschnitt sind lauter Blubberblasen

Dan kommen zwei Reihen Fische hinein. Und am Ende eine Lochmusterborte.

Eigentlich sollten die unteren Fische auch alle in die selbe Richtung schwimmen,
aber ich hab sie zueinander schwimmen lassen.
Und jeweils beim Mund der Fische habe ich ein paar Rocailles  eingearbeitet.

Hier seht ihr dann schon die Lochmusterkante.
Sie sollte in einer Linie gestrickt werden, aber ich hab jeweils in der Mitte angefangen
und mich nach außen hin weiter geschafft, so dass ich eine schöne Welle hinbekommen habe.
Und so sieht es dann fertig aus. Ein rießiges Tuch.


Hier noch mal ein Blick auf ein Drittel des Tuches.
Noch ist es nicht gespannt, aber es hat jetzt schon eine ordentliche Größe - breiter als meine Spannweite. Meine Tochter liebt es. Durch die unterschiedlichen Details und die kleinen silberschimmrnden Rocailles, ist es was ganz besonderes.
Tragefotos reiche ich euch noch nach - versprochen.


Gestern konnte ich im garten noch ein paar Bilder meiner Hortensien machen, und obwohl die einen Blüten sich schon sehr verabschieden, ist doch noch einmal eine neue dazugekommen.

Auch habe ich gleich noch die letzten Tomaten geerntet- zwar fast alle noch grün, aber das macht nichts. Ich stelle sie neben Äpfel, die bewirken nämlich das Reifen von umliegendem Obst und Gemüse, und so denke ich dass auch diese kleinen Tomaten bald wirklich reif und essbar sind.

------------------
Zum Schluss habe ich wieder eine Buchempfehlung für euch.
Schon der Buchtitel hat mich sehr neugierig gemacht, und ich hab es mir gleich gekauft.
Und - es war die richtige Entscheidung.

Zum Buchinhalt:
Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt und das Dolce Vita ist. Als sie Bekanntschaft mit ihrer Nachbarin, der berühmten Viscontessa Elena, sind dich beide sofort sympatisch und Cesca willigt sogar ein, ihre Memoiren zu verfassen.
Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr beschleicht Cesca das Gefühl, dass Elena etwas vor ihr verbirgt. Als auf einer Baustelle ein wertvoller Diamantring gefunden wird, der angeblich Elena gehört, stellt Cesca zusammen mit dem attraktiven Archäologen Nico Nachforschungen an - und fördert tragische Geheimnisse zu Tage.

Ein tolles Buch für jeden der solche Geheimnisse aufdecken will. Ich fand es sehr spannend.
Das Buch springt in der Geschichte immer wieder zwischen der Elena von heute und der Elena als jüngere Frau, und so bekommt man von ihrer Geschichte schon einiges mit.
Und je länger ich darin las, um so mehr wollte ich wissen, welche Geheimnisse Elena zu verbergen hat. Was hat es mit dem Ring auf sich, der in den verschütteten Gängen unter dem Palazzo gefunden wurde, und der eigentlich in einem Safe in der Schweiz liegen sollte.
Sehr gut zu lesen, sehr gut geschrieben.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,

eure Martina







Samstag, 12. Oktober 2019

Das U in Autumn

Mittlerweile ist es hell und es sieht nach einem sonnigen, trockenen Tag aus.
Ich sitze hier mit meinem Kaffee um euch meinen heutigen Post zu schreiben,
Still ist es im Haus, ich genieße diese Zeit am Morgen, ohne TV, ohne Radio, nur die Geräusche der Uhr, die mir sagt wie spät es ist.

Gestickt habe ich fleißig diese Woche und bin mit meinem zweiten Buchstaben, dem "U" bei meinem Herbstmotiv von Stoney Creek fertig geworden.
 Sieht es nicht toll aus? Es sind kaum BS drin, aber trotzdem hat es eine tolle Wirkung. 
Grad im Laub, das so unterschiedliche Farben hat.
Und die Eicheln - einfach schön.
 Und so sehen die beiden ersten Buchstaben nun aus.
Ich bin ganz begeistert. Auch wenn es Zeitaufwendig zu sticken ist - ich sticke auf 40ct - 16fd Leinen, macht es mir großen Spaß.  Da braucht man schon gutes Licht.
 Weiter geht es dann mit dem "T" - das wird wieder etwas bunter.

🍁🍁🍁🍁🍁

Vor zwei Tagen stand ich in der Küche und konnte diese kleine Meise beobachten.
Schon auf der Wiese tummelten sich jede Menge Stare und Spatzen, aber bis ich mit der Kamera kam, waren sie schon wieder weg. Nur diese Meise an meinem Elternhaus uns gegenüber, hat sich ziemlich lange an der Hauswand zu schaffen gemacht.
Es ist ein altes Gebäude, die Rückwand gar nicht verputzt - so wie es früher wohl üblich war.
Auf und ab an der Hauswand entlang war sie sehr beschäftigt. Mit was? Kann ich gar nicht sagen.
Sie hat sich auch von anderen kleinen Vögeln nicht vertreiben lassen.
Aber ich war auch Glücklich - so viele Vögel in meinem Garten hatte ich schon lange nicht mehr. Das lässt hoffen.
Heute soll es schön, warm und trocken sein, da werde ich das Vogelhäuschen mal säubern und neues Futter reinmachen.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenend,

eure Martina