So - endlich hab ich es geschafft mal wieder was aus meinen Resten zu machen, ich liebe es ja Stöffchen auf Kassenrollen zu nähen, da kann man einfach drauf losarbeiten. Und dann kam mir vor kurzem die Idee, mal wieder eine Einkaufstagsche zu nähen - die kommt dann auch ins Auto, so dass ich immer eine dabei hab.
Ich muss aber gestehen, bei der ordentlichen Größe der Tasche musste ich erst mal ein passendes Stoffstück suchen - war aber fündig wie ihr seht.
Sie hat auch eine tolle Größe - hier hab ich mal zwei 1,5l Flaschen reingestellt - sie sind kaum zu sehen und es ist nochmal doppelt so viel Platz drin. Auch habe ich sie mit Innenfutter genäht, so hat sie einfach einen besseren halt und kann auch einiges tragen.
Verlinken werde ich nun zu Marion´s Restefest.
Und nun die nächsten Berlin-Urlaub-Bilder.
Als Berlinurlauber kommt man ja um einen Besuch des Reichstagsgebäuders oder der Kuppel gar nicht drumrum. Wir haben beides mit einander verbunden. Einfach nur reingehen und zur Kuppel hoch das wollte ich nicht - wenn ich schon da bin und Zeit habe, dann will ich auch etwas über das Gebäude selbst wissen, und so haben wir eine Führung durch das Gebäude mit anschließendem Kuppelbesucht über den Besucherdienst gebucht.
| Das Reichstagsgebäude mit Kuppel |
Etwas mehr als eine Stunde hat uns eine Dame durch einige Teile des Gebäudes geführt, uns etwas über die Geschichte erzählt - so sind im inneren noch Markierungen von russischen Soldaten zusehen, die erhalten sind. Man kann auch noch an einigen Stellen das alte, ursprüngliche Gemäuer sehen. Platz nehmen durften wir dann auch auf der Besuchertribüne des Plenarsaales - schon interessant - zumindest für mich, denn ich hab mir das alles etwas größer vorgestellt. Wenn ich schon im Fernsehen Ausschnitte aus solchen Bundestagssitzungen gesehen habe, ist mir der Raum selbst viel größer vorgekommen.
Vom inneren des Gebäude kann ich euch leider keine Bilder zeigen, man darf zwar fotografieren, aber dies rein zu privaten Zecken, und das kann ich beim bloggen nicht einhalten. Ich hoffe ihr habt Verständnis.
Anschließend - auch wenn es sehr heiß war, sind wir noch in die Kuppel.
Lauter Spiegel bilden das innere Stück. Ich bin auch ganz nach oben, habe mich aber nicht lange aufgehalten, denn es war eine unangenehme Luft - stehende Hitze. Aber ich habe es mir auch nicht nehmen lassen wollen, einmal ganz oben zu stehen.
Von der Kuppel raus hatte man einen schönen Blick aufs Brandenburger Tor - und direkt nach dem längeren weißen Gebäude kann man das Holocaust-Mahnmal erkennen.
Auf dem Dach des Reichstagsgebäudes kann man auch noch eine schöne Runde drehen und hat einen tollen Blick über die Stadt - hier Richtung Fernsehturm und Dom.
Oder auf der anderen Seite - vorbei am Bundeskanzleramt
Ein Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Von hier aus ging es dann weiter zum Holocaust-Mahnmal. Man kann es sich so nach Erzählungen gar nicht wirklich vorstellen. Mitten in der Stadt - von allen Seiten frei zugänglich, stehen diese Stehlen im Gedenken an die ermordeten Juden des zweiten Weltkrieges.
Ich muss ehrlich sagen - und vielleicht stehe ich da mit meiner Meinung alleine - ich fand es schon ein bisschen Respektlos, dass sich manche mitten drauf gestellt haben um sich zu fotografieren - Gut es sind nur Steine, aber sie sagen doch was aus, sie stehen für etwas. Die Junge Dame wurde auch schnell von einer Aufsichtskraft wieder runter geholt.
| Blick durch das Holocaust-Mahnmal |
Wir sind dann also in aller Ruhe, schweigsam, jeder für sich, durch die Reihen der Stelen. Zugegeben - ein bisschen komisch war es mir schon, die Reihen sind schmal, die Stelen, besonders in der Mitte des Feldes ziemlich hoch, manche stehen (mit Absicht) etwas schräg, so als wollten sie einem gleich erschlagen, kam es mir vor.
Jeder von uns vieren hat so seine eigenen Eindrücke gewonnen und wir haben uns noch eine Zeitlang darüber unterhalten.
Das war es für heute, ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende,
bei uns hat es ein wenig abgekühlt, aber der ersehnte Regen kam nur in kurzen Abschnitten,
Eure Martina